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11.03.14 09:32 Alter: 4 Jahre
Kategorie: News News

Das ungewollt kinderlose Paar und Dr. Frankenstein

Stellungnahme des Vorstands von BKiD


In der zum Teil hitzig geführten Diskussion um die Möglichkeiten und Grenzen der modernen Reproduktionsmedizin im Nachhall der Rede von Sibylle Lewitscharoff bleibt eine Position nahezu ungehört: Die des ungewollt kinderlosen Paares. Nach neuesten Erhebungen wünschen sich ca. 900.000 Paare in Deutschland ein Kind – und kein „Designerbaby“ –, und sind dafür auf medizinische Hilfe angewiesen. Selbstverständlich ist es wichtig, sich der Grenzen der medizinischen Machbarkeit bewusst zu sein, und nach Ausschöpfung aller Möglichkeiten der Kinderwunschbehandlung bleibt die Hälfte aller behandelten Paare kinderlos, die andere Hälfte kommt aber zu ihrem Wunschkind. Diese Kinder – ihre Zahl wird auf weltweit 5 Millionen geschätzt – entwickeln sich in der Regel völlig normal, worauf die jüngst veröffentlichten Leitlinien „Psychosomatische Diagnostik und Therapie bei Fertilitätsstörungen“ hinweisen (Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.leitlinien.net). Die Deutsche Gesellschaft für Kinderwunschberatung – Öffnet externen Link in neuem FensterBKiD arbeitet seit ihrer Gründung erfolgreich daran, der Stigmatisierung  ungewollt kinderloser Paare ein Ende zu setzen und das Thema „unerfüllter Kinderwunsch“ aus der Tabuzone zu holen. Menschliche Urängste hinsichtlich der Entstehung von Leben zu aktivieren hilft keinem betroffenen Paar – weder heterosexuellen noch lesbischen Paaren mit Kinderwunsch.

Der Vorstand von BKiD e.V.