Selbstverpflichtungserklärung

Kriterien zur Aufnahme in die Berater/innenliste von BKiD e. V.:  

  • Abgeschlossene Berufsausbildung im psychosozialen Bereich (in der Regel ein abgeschlossenes Hochschulstudium, z. B. Sozialpädagogik/Soziale Arbeit, Pädagogik, Psychologie, Medizin, Theologie, Rechtswissenschaft; Nachweis durch Abschlusszeugnis) und
  • Abgeschlossene mindestens 3-jährige therapeutische oder beraterische Weiterbildung/-qualifikation von mindestens 420 Unterrichtsstunden Umfang (à 45 Min.) in Anwesenheit von WeiterbildungsleiterInnen und –supervisoren (Nachweis durch Abschlusszeugnis) und
  • Zweijährige Berufserfahrung in der psychosozialen Beratung/Therapie, davon ein Jahr in „Beratung bei ungewollter Kinderlosigkeit“ und
  • Basiswissen in 

    • Psychologische Grundlagen des unerfüllten Kinderwunsches (z. B. Öffnet externen Link in neuem FensterAWMF-Leitlinie, BKiD 2014 a, b; Henning & Strauß 2000; Brähler, Felder & Strauß 2000; Hölzle & Wirtz 2001; Wischmann 2006, 2012; Kentenich et al. 2014, Thorn 2010)
    • Psychosoziale Beratung bei unerfülltem Kinderwunsch (z. B. Boivin & Kentenich 2002; Boivin 2004; Domar et al. 2000; Strauß 2000; Stammer, Verres & Wischmann 2004; Wischmann & Stammer 2016, Rohde & Dorn 2007, Kleinschmidt, Thorn & Wischmann 2008, Thorn 2008a und 2008b; Wallraff, Thorn & Wischmann 2014)
    • Natürliche Familienplanung und Sexualität (z. B. Florin et al. in: Brähler, Felder & Strauß 2000; Masters & Johnson 1993; Kolodny 1996; Raith, Frank & Freundl 1999)
    • Schwangerschaft und Geburt nach Kinderwunschbehandlung (z. B. Kentenich et al. 2014)
    • Umgang mit Fehl- und Totgeburten (z. B. Öffnet externen Link in neuem FensterAWMF-Leitlinie, Beutel 2002; Lothrop 1998) sowie Kinderlosigkeit (z. B. Enchelmaier 2004, Zehetbauer 2007)
    • Reproduktionsmedizin (z. B. Spiewak 2005; Sautter 2000; Hoppe & Skriba (2006); Richtlinien (2004); Kentenich et al. 2014; Diedrich & Kunz 2005; Thorn & Wischmann 2010)
    • Alternativmedizin bei unerfülltem Kinderwunsch (z. B. Gerhard & Wolfrum 1998; Nissim 1998)
    • Kinderwunsch und Gesellschaft (z. B. Winkler 1994; Fränznick & Wieners 2000, Riewenherm 2001) und

  • Selbstverpflichtung zu

    • Supervision/Intervision (v.a. bei schwierigen Fällen)
    • Einhaltung der Richtlinien von BKiD und

  • Pflicht ist die Mitgliedschaft bei BKiD e.V., wünschenswert die aktive Mitarbeit bei BKiD sowie die regelmäßige Teilnahme an den Jahrestagungen von BKiD.
    (Der Antrag auf Mitgliedschaft und das SEPA-Lastschriftmandat bitte senden an: BKiD, c/o Institut für Med.Psychologie im ZPM, Universitätsklinikum Heidelberg, Bergheimer Str. 20, D-69115 Heidelberg)

  • Nach jeweils 4 Jahren ist eine Rezertifizierung anhand des Rezertifizierungskatalogs zu beantragen, um weiterhin als BKiD-Berater/in auf der Liste der Berater/innen geführt zu werden.

Jedes Mitglied verpflichtet sich mit einer entsprechenden Erklärung, dass er/sie diese Kriterien erfüllt und weist die ersten beiden mit Belegen bei Antrag nach (Berufsabschluss und Abschluss der Weiterbildung bzw. Zwischenzeugnis) sowie nach vier Jahren die jeweils zutreffende Bepunktung nach dem BKiD-Weiterbildungskatalog. Bei einem Neuantrag auf Zertifizierung als BKiD-Berater/in muss zwischen dem Wegfall der bisherigen Zertifizierung und dem Neuantrag auf Zertifizierung ein Zeitraum von einem Jahr liegen.
Diese Erklärung wird geschickt an: BKiD, c/o Institut für Medizinische Psychologie, Universitätsklinikum Heidelberg, Bergheimer Str. 20, 69115 Heidelberg


Hiermit verpflichte ich mich mit meiner Unterschrift, dass ich die obengenannten Kriterien erfülle. Die erforderlichen Nachweise und den Antrag auf Mitgliedschaft bei BKiD e.V. sende ich an oben genannte Adresse.


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Basisliteratur:

  • AWMF-Leitlinien Opens external link in new window"Psychosomatisch orientierte Diagnostik und Therapie bei Fertilitätsstörungen" und  Opens external link in new window"Diagnostik und Therapie beim wiederholten Spontanabort"
  • Beutel M (2002): Der frühe Verlust eines Kindes. Hogrefe, Göttingen (2. Aufl.).
  • BKiD-Fortbildungsmanual Psychosoziale Kinderwunschberatung – Medizinische, ethische und psychosoziale Aspekte, beraterische Interventionen FamART, Mörfelden (Grundlagenmanual; Dorn A, Quitmann S, Thorn P, Wischmann T 2014a).
  • BKiD-Fortbildungsmanual Psychosoziale Kinderwunschberatung im Rahmen der Gametenspende. FamART, Mörfelden (Thorn P 2014b)
  • Boivin J, Kentenich H (2002, eds.): Guidelines for Counselling in Infertility. ESHRE Monographs, Oxford University Press.
  • Boivin, J. (2004): Psychosoziale Interventionen bei Kinderwunsch. Ein Review. Gynäkol Endokrin, 6, S. 94-109.
  • Brähler E, Felder H, Strauß B (2000, Hrsg.) Psychosoziale Aspekte der ungewollten Kinderlosigkeit. Jahrbuch der Medizinischen Psychologie Bd. 17, Hogrefe, Göttingen.
  • Diedrich K, Kunz S (2005): Endlich ein Baby! Knaur, München.
  • Enchelmaier I (2004): Abschied vom Kinderwunsch. Ein Ratgeber für Frauen, die ungewollt kinderlos geblieben sind. Kreuz, Stuttgart
  • Fränznick M, Wieners K (2000): Ungewollte Kinderlosigkeit. Juventa, Weinheim.
  • Gerhard I, Wolfrum Chr (1998): Kinderwunsch. Natürlich Wege zum Baby. Gräfe und Unzer, München.
  • Hölzle Chr, Wirtz M (2001): Fragebogen zum Kinderwunsch. Hogrefe, Göttingen.
  • Hoppe JD & Skriba PC (2006): (Muster)Richtlinie zur Durchführung der assistierten Reproduktion - Novelle 2006. Deutsches Ärzteblatt, 103, A-1392–1402.
  • Kentenich H et al. (2014): Fertilitätsstörungen – Psychosomatisch orientierte Diagnostik und Therapie. Leitlinie und Quellentext. Psychosozial, Gießen.
  • Kleinschmidt D, Thorn, P, Wischmann T (Hrsg., 2008): Kinderwunsch und professionelle Beratung. Das Handbuch des Beratungsnetzwerkes Kinderwunsch Deutschland (BKiD). Kohlhammer, Stuttgart.
  • Kolodny RC (1996): Heterosexualität. Die Liebe zwischen Mann und Frau. Carl Ueberreuter Verlag, Wien.
  • Lothrop H (1998): Gute Hoffnung - jähes Ende. Fehlgeburt, Totgeburt und Verluste in der frühen Lebenszeit. Kösel, München.
  • Masters WH, Johnson VE, Kolodny RC (1993): Liebe und Sexualität. Ullstein TB-Vlg., Berlin.
  • Nissim R (1998): Naturheilkunde in der Gynäkologie. Orlanda, Berlin.
  • Raith E, Frank P, Freundl G (1999): Natürliche Familienplanung heute. Springer, Heidelberg.
  • Richtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen über ärztliche Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung (2004): Bundesanzeiger 243, S. 24 522.
  • Riewenherm S (2001): Die Wunschgeneration. Basiswissen zur Fortpflanzungsmedizin. Berlin: Orlanda Frauenverlag GmbH.
  • Rohde A, Dorn A (2007): Gynäkologische Psychosomatik und Gynäkopsychiatrie. Schattauer, Stuttgart.
  • Sautter Th (2000): Wirksame Hilfen bei unerfülltem Kinderwunsch. Trias, Stuttgart.
  • Spiewak M (2005): Wie weit gehen wir für ein Kind? Im Labyrinth der Fortpflanzungsmedizin. Eichborn, Frankfurt/M (2. Aufl.).
  • Stammer H, Verres R, Wischmann T (2004): Paarberatung und -therapie bei unerfülltem Kinderwunsch. Hogrefe, Göttingen.
  • Strauß B (2000, Hrsg.) Ungewollte Kinderlosigkeit. Psychologische Diagnostik, Beratung und Therapie. Hogrefe, Göttingen.
  • Thorn, P (2008a): Die Geschichte unserer Familie – ein Buch für Familien, die sich mit Hilfe der Spendersamenbehandlung gebildet haben. FamART Verlag, Mörfelden.
  • Thorn, P (2008b): Familiengründung mit Samenspende – ein Ratgeber zu psychosozialen und rechtlichen Fragen. Kohlhammer Verlag, Stuttgart
  • Thorn P, Wischmann T (2008): Leitlinien für die psychosoziale Beratung bei Gametenspende. J Reproduktionsmed Endokrinol (3), S. 147-152
  • Thorn P, Wischmann T. Leitlinien „Psychosoziale Beratung für Frauen und Männer, die eine Kinderwunschbehandlung im Ausland beabsichtigen“. J Reproduktionsmed Endokrinol. 2010;7:394-402.
  • Thorn, P (2010): Männliche Unfruchtbarkeit und Kinderwunsch: Erfahrungen, Lebensgestaltung, Beratung. Kohlhammer Verlag, Stuttgart.
  • Wallraff D, Thorn P, Wischmann T (2014; Hrsg.): Kinderwunsch — Der Ratgeber des Beratungsnetzwerks Kinderwunsch Deutschland. Kohlhammer, Stuttgart.
  • Winkler U (1994): Der unerfüllte Kinderwunsch. Ein Ratgeber für kinderlose Paare. Beck’sche Reihe.
  • Wischmann T (2006): Psychogenese von Fertilitätsstörungen: eine Übersicht. Geburtsh Frauenheilk, 66, 34-43.
  • Wischmann T (2012): Einführung Reproduktionsmedizin: Medizinische Grundlagen - Psychosomatik - Psychosoziale Aspekte. Reinhardt UTB, München.
  • Wischmann T, Stammer H (2016): Der Traum vom eigenen Kind. Psychologische Hilfen bei unerfülltem Kinderwunsch. Kohlhammer, Stuttgart (5. Aufl.).
  • Zehetbauer, S (2007): Ich bin eine Frau ohne Kinder. Begleitung beim Abschied vom Kinderwunsch. Kösel, München.